Lesehof Stagard - Krems Stein - Rieden
 

 

Gaisberg

Die Lage im äußersten Westen des Kremstals ist übrigens der ideale Platz für Sommerpicknicks. Die Sonne kommt eher spät, scheint dafür bis in die Abendstunden in die Reben und hält den Boden und das darunter liegende Urgestein auch über Nacht warm. Zudem umgibt Wald unsere 12 Terrassen und stellt derart eine zusätzliche Komponente im sehr speziellen Mikroklima der Riede dar. 

Kögl

en, Steinobst und Kräuter geben den Takt in der Nase vor. Animierend und einladend, präzis und lebendig. Am Gaumen wird es griffig, kompakt aber auch glasklar und fruchtpräzis. Messerscharfe Säure. Straff und doch stoffig – ein Riesling im totalen Gleichgewicht. Die Terrassen auf der Kögl sind zwar mindestens so alt wie das Paläozoikum, für uns sind sie allerdings Neuland. Die Herausforderung eine weitere Riede ins Lagensortiment zu integrieren, fiel uns nicht schwer. Die Kögl war der noch fehlende Puzzleteil unserer Kremser Rieslinginterpretationen. Die Reben schauen in Richtung Süden – das tun andere auch. Einmalig ist freilich die Tatsache, dass sie quasi zur Gänze in Schiefer wurzeln. Die Verhältnisse ähneln nicht nur diesbezüglich der Mosel. Die Humusauflage ist minimal, nackter Fels taucht da und dort aus der Erde und Wind pfeift fortwährend durch die Weingärten. Puzzle komplett! 

Steiner Hund

Vor vielen hundert Jahren plagte Krems eine schwere Hungersnot. Doch gab es noch immer einen reichen Winzer, der zwar Weingärten aber nichts mehr zu essen hatte. Als er erfuhr, dass ein Bauer noch einen Hund versteckt hielt, tauschte er seine beste Weinriede gegen diesen Hund ein, um seine Familie endlich wieder ernähren zu können. Seither trägt diese Lage den Namen „Steiner Hund“ und ein in Stein gemeißelter Brotlaib erinnert dort noch heute an die Notzeit in alten Tagen. 

Goldberg

Das Golderg-Kapitel gibt Löss, Urgestein und die Wärme seiner südlichen Exposition wieder. Ist unser höchst gelegenste Grüner Veltliner Anlag auf 360m. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt Krems. 

Grillenparz

Steil ist die Grillenparz, eine wild abfallende Lage, die einzig von steinalten Terrassen gehalten wird. Die sind schmal und schwer zu bearbeiten, stößt man doch schnell auf steinharten Fels. Doch die Mühe lohnt sich – die Rieslinge, die dort entstehen, gehören zum besten, was Krems zu bieten hat. Sie sind stets druckvoll und dicht, kraftvoll und doch elegant. 

Steiner Schreck

Die Grillenparz ist steil, die Lage Schreck aber die steilste in ganz Stein. Hier arbeitet man per Hand. Die Erträge sind minimal, um den Weinen maximale Aromen mitzugeben. Die Lage zeigt zur Frauenbergkirche. Da die Stockdichte früher höher war, konnte man Traubendiebe nicht erkennen. Um sie trotzdem fernzuhalten, hatte der Turmwächter zur Erntezeit die Aufgabe von Zeit zu Zeit unvermittelt loszubrüllen. Die Diebe, erschrocken von dem Geschrei, nahmen daraufhin nicht die Trauben, sondern ihre Beine unter die Arme und schnellstens Reißaus. 

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